Bericht der Work Camps 2007

Hintergrund


Die Waldbestände Togos im allgemeinen und die Galeriewälder der Hochlandregion im besonderen sind durch das Einwirken des Menschen (intensive Landwirtschaft, Buschbrände, selektive Entnahme wertvoller Arten, etc.) stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Dadurch kam es zum Versiegen von Wasserläufen und zur Verringerung der Wasserführung der Flüsse. Um dem entgegen zu wirken, hat der togolesische Partnerverband der Naturfreunde Internationale (Case Togo-Amis de la Nature) mit Hilfe der Naturfreunde Internationale (NFI) ein Projekt zur Wiederaufforstung von Uferböschungen in dieser Region ins Leben gerufen. Die Umsetzung des Projekts erfolgt über Work Camps für Jugendliche und über Sensibilisierungsmaßnahmen für die betroffene Bevölkerung.
Das Projekt erstreckt sich über fünf Jahre. Start war im Sommer 2007 mit vier Camps, die Ende August erfolgreich zu Ende gegangen sind. 64 Personen aus sieben Ländern (Belgien, Frankreich, Burkina Faso, Senegal, Guadeloupe, Benin und Togo) nahmen an den Camps teil. Die Camps wurden durch Spenden von Naturfreunden und mit Unterstützung der Manfred Hermsen Stiftung, Bremen, finanziert.

 

Work Camps 2007
Camp 1:Anlegen eines Arboretums für Case Togo
Vom 18. Juni – 19. August 2007 haben 19 NaturfreundInnen von Case Togo und eine Freiwillige aus Frankreich 3.000 Setzlinge auf einem Grundstück von 2 ha ausgepflanzt. Das Grundstück liegt in Tové-Dzigbé, 6 km von Kpalimé entfernt, jener Stadt, in der sich die Geschäftsstelle von Case Togo befindet. Es wurden dabei insgesamt zehn verschiedene tropische Arten ausgepflanzt (gewöhnlicher Teakbaum, Tansanischer Teakbaum, Terminalia Superba, Terminalia Ivorensis, Cordia, Mahagoni, Lingué, Gmelina, Samanea und Chevaleri), wovon einige vom Aussterben bedroht sind. Diese Aktivität diente der Vorbereitung der eigentlichen Work Camps „Bäume pflanzen – Flüsse retten“.

Camp 2: Aufforstung der Uferböschungen des Ebla
Von 1. – 14. Juli 2007 haben 15 Naturfreundinnen und –freunde von Case Togo und 2 Freiwillige aus Benin 1.800 Setzlinge der Arten Terminalia und Cordia an den Böschungen des Flusses Ebla ausgepflanzt.

Camp 3: Aufforstung der Uferböschungen des Zio
Dieses Camp wurde wegen Material- und Geldmangels auf den Sommer 2008 verschoben.

Camp 4: Aufforstung der Uferböschungen des Gbaledze (Nebenfluss des Zio)
Zwölf TogolesInnen, zwei Belgier, drei TeilnehmerInnen aus Frankreich, eine aus Guadeloupe, ein Teilnehmer aus Burkina Faso (Vertreter der Vereinigung NAVET, einer Partnerorganisation der NFI), sowie ein Senegalese (Vertreter des senegalesischen Naturfreundeverbandes ASAN) haben 2.000 Setzlinge ausgepflanzt, vor allem der Arten Mahagoni, Terminalia und Cordia.

Camp 5: Aufforstung der Uferböschungen des Kpon
18 Naturfreundinnen und –freunde von Case Togo und ein Freiwilliger aus Burkina Faso (wohnhaft in Côte d’Ivoire/Elfenbeinküste) haben vom 6.-19. August 2007 in Djon-Kotora in der Region Akebou 2.100 Setzlinge der Arten Terminalia und Cordia ausgepflanzt.

 

Arbeiten im Gelände
Die Aufforstungsarbeiten fanden unter günstigen Rahmenbedingungen statt. Der Boden war wegen der Regenzeit und der Nähe zum jeweiligen Fluss reich an Nährstoffen und feucht. Es war leicht, die Setzlinge einzupflanzen, da das Erdreich locker und leicht umzugraben war. Die Beteiligung der Bevölkerung an den verschiedenen Orten, von Beginn der Arbeiten an, war dabei ein sehr positiver Aspekt. Die DorfbewohnerInnen machten die Zugangspassagen zu den Uferböschungen von Unkraut frei und erklärten sich bereit, die weitere Pflege der aufgeforsteten Bereiche zu übernehmen. 8.900 Setzlinge wurden ausgepflanzt. Nach weiteren Auspflanzungen durch die DorfbewohnerInnen werden es 11.000 sein.

 

Vorträge und Diskussionen
Themen wie Umweltschutz, Biodiversität, nachhaltige Entwicklung, Umweltverschmutzung, Desertifikation und alternative Energien wurden während der Camps in Vorträgen und Diskussionsrunden angesprochen und von den TeilnehmerInnen sehr gut angenommen.

 

Exkursionen
Mehrere Exkursionen ergänzten das Arbeitsprogramm. Ihr Ziel war:

  1. das (bessere) Kennenlernen der großartigen Landschaften der Hochlandregion zu ermöglichen: Badou und der Wasserfall von Akloa, das Massiv des Mont Kloto und der geschützte Wald von Missahöhe,
  2. den TeilnehmerInnen Galeriewälder zu zeigen (Kusuntu),
  3. jene Orte zu zeigen, wo durch das Einwirken des Menschen Schäden entstanden sind (Wasserfall von Kpimé, Mont Lavié)
  4. jene Bereiche zu zeigen, die – ursprünglich unbewaldet – in Wälder umgewandelt wurden (Danyi und das Kloster von Dzogbegan)
  5.  

Follow-up
Um die Nachhaltigkeit des Aufforstungsprojekts zu gewährleisten, wurde von Case Togo ein Monitoringprogramm entwickelt, das die Pflege der aufgeforsteten Gebiete und die spätere Einrichtung von Brandschneisen gegen Buschfeuer zum Gegenstand hat.

 

Ausblick auf 2008
Das Projekt „Bäume pflanzen – Flüsse retten“ ist bei der Bevölkerung der betroffenen Gebiete auf großes Interesse gestoßen, Case Togo erhält mehr und mehr Anfragen um ähnliche Maßnahmen an anderen Orten. Nächstes Jahr möchte Case Togo eine größere Anzahl von Work Camps durchführen.
Für das Jahr 2008 stehen die Uferböschungen der Flüsse Zio, Akpato, Amou, Amoutchou auf dem Programm; sieben Work Camps sind geplant. Ebenso die Schaffung von Baumschulen an den jeweiligen Orten, um den vor Ort bestehenden Naturfreundegruppen die konsequente Weiterarbeit zu ermöglichen.
Case Togo-Amis de la Nature konnte sich in diesem Jahr ein deutliches Bild von der Arbeit, die angesichts des schlechten Zustandes der Uferböschungen in der Hochlandregion noch zu tun ist, machen. Der Verband rechnet fest damit, dass weiterhin motivierte und engagierte Personen an diesen Maßnahmen zum Schutz unseres gemeinsamen Gutes Umwelt mitwirken werden.

 

Hier ist was einige Teilnehmer haben zu sagen ueber ihre Erfahrungen mitten uns >>>

 

Milliers de plants pour les chantiers
Ambiance sur le chantier
Mise en terre de plants
Photo de groupe
Mise en terre d'un plant
Transport de plants
Excursion des campeurs
Sur le chantier
Sur un des chantiers
Chantier de reboisement

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